| 20. Pflichtspielsieg in Folge für die Union |
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| Dienstag, 14. Oktober 2008 um 09:07 Uhr |
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Hier der Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger von Michael Zeihen zum 88:63-Erfolg der Union-Damen über die Berlin Baskets. Die etwas ergrauten Herren hatten ihren Spaß an den jungen Mädels. Und flachsten zwischendurch miteinander, was das Zeug hielt. Die Herren hießen Kleen, Kuczmann und Thimm; allesamt Basketball-Stars der siebziger und achtziger Jahre in Leverkusen. Die Mädels hießen Kleen, Kuczmann und Thimm; allesamt Spielerinnen beim Zweitligisten Union Opladen. Während die Töchter - abgesehen von Julia Kleen, die nach ihrem Kreuzbandriss nur auf der Bank mitfiebern konnte - auf dem Spielfeld mit ihren Kolleginnen die Berlin Baskets mit 88:63 (43:32) in einer oft sehr ansehnlichen Partie bezwangen, kalauerten ihre Väter gut gelaunt auf der Tribüne. „Bei uns hieß es damals, Center dürfen nicht dribbeln“, merkte Norbert Thimm an, als Unions Kirsten Kröger als Centerin gerade den Ball nach vorne brachte, und kassierte dafür gleich lautstarke Zustimmung von Rudi Kleen, seinem ehemaligen Team-Kameraden. Nachdem Mareike Nettersheim einen Dreier gegen das Brett gesemmelt hatte und sich gedankenschnell den Rebound sicherte, um dann aus der Nahdistanz den Ball zu versenken, bekam Achim Kuczmann von Thimm sein Fett ab. „Siehste Achim, wenn die Center mal wieder keine Bälle vom Aufbau bekommen, müssen sie es eben selbst machen.“ Kuczmann grinste, konnte sich aber ansonsten wie die übrigen 100 Zuschauer über viele Aktionen im Spiel der Union-Damen freuen, die nicht aus Einzelunternehmungen her rührten. Etliche Male heimsten die Opladenerinnen Szenenapplaus ein nach tollen Ball-Stafetten, in denen das Leder innerhalb von wenigen Sekunden vier-, fünf Mal den Besitzer wechselte, um dann im Korb der Berlinerinnen zu landen. Die Gäste erwiesen sich dabei als muntere Mitspieler, die keineswegs als bereitwillige Opfer nach Leverkusen gereist waren. Zwar mussten sie vor allem in der Anfangsphase der Spiellust und Verteidigungskunst Opladens Tribut zollen (25:11, 10. Minute), doch anschließend boten die athletischen und technisch starken Gäste dem Spitzenreiter erfolgreich Paroli (30:25, 15.) Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, in dem die Gastgeberinnen phasenweise sehr lässig agierten, dann aber wieder deutlich konzentrierter zu Werke gingen, wenn es enger zu werden drohte (56:47, 27.; 68:49, 30.). Vor allem Leo Prudent und Kirsten Kröger sammelten Effektivitäts-Pluspunkte. Daneben überzeugten noch Mayte Thimm und Mareike Nettersheim sowie Madita Block, die mit ihrer Übersicht etliche tolle Pässe spielte und auch selbst noch punktete. „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden, auch wenn wir uns das Leben in einigen Phasen selbst schwer gemacht haben. Man sieht, dass das Team hier auch als solches auftritt und dabei auch spielerische Glanzpunkte setzen kann“, so der zufriedene Coach Markus Pohle. Dass der Zustand der Zufriedenheit bei Pohle wohl anhalten wird, liegt nicht nur an der Vorstellung seines Teams, das den 20. Sieg in Pflichtspielen in Folge einfuhr, sondern auch an personellen Alternativen, die wohl bald zur Verfügung stehen. In Anna Engels wird eine ehemalige Union- und BBZ-Akteurin dazu stoßen, die Bulgarin Anika Lukusa will beim bulgarischen Verband ihre Freigabe für Opladen beantragen und aus Rhöndorf soll eine Flügelspielerin zum Probetraining kommen. Es tut sich also was in Opladen. Union Opladen: Prudent (18), Kröger (17), Nettersheim (15), Thimm (10), Block (9), Kuczmann (8), Meyer (7), Stark (4). |














