| Union schlägt Osnabrück im ersten Finalspiel |
| Sonntag, 19. April 2009 um 17:12 Uhr |
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Die Union-Damen besiegten den Osnabrücker SC im ersten Finalspiel um den Bundesligaaufstieg vor fast 500 Zuschauern in der Heisenberghalle mit 91:75. Hier der Bericht im Kölner Stadtanzeiger von Michael Zeihen:
Hans-Jürgen Schwarz war sauer. Seiner Meinung nach hatten die Schiedsrichter am Sonntagnachmittag wesentlichen Anteil an der 75:91 (41:32)-Niederlage der Osnabrücker SC Panthers gegen Union Opladen im ersten Finale um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. „Wir fühlen uns betrogen“, so der empörte Osnabrücker.
Dass Schwarz einer der Abteilungsverantwortlichen des OSC ist, lässt die Aussage etwas weniger objektiv erscheinen. Und das war sie auch. Zwar hatten die beiden Schiedsrichter einige Fehler produziert, doch führten diese keinesfalls zur Niederlage der Gäste - oder aus Leverkusener Sicht gesprochen: zum Sieg von Union Opladen. Es war schlichtweg eine deutliche Leistungssteigerung der Gastgeberinnen, die sich vor allem im ersten Viertel total von der Rolle zeigten. Selbst die einfachsten Würfe fanden nicht ihr Ziel, die Verteidigung wirkte viel zu langsam und das Rebounding klappte ebenfalls nicht. So war es kein Wunder, dass die diszipliniert auftretenden OSC Panthers ab der achten Minute das Geschehen übernahmen und sich von 14:13 auf 26:13 absetzten. Osnabrück verteidigte seine Führung im zweiten Viertel, musste allerdings zusehen, wie Opladen nun etwas besser ins Spiel kam. Nach dem Wechsel ging es dann vor 400 begeisterten Zuschauern in den ersten vier Minuten richtig ab: Die Opladenerinnen präsentierten sich wie verwandelt. Sie kamen mit einer Energie aus der Kabine, als hätte es den miserablen Auftakt gar nicht gegeben. Ein 11:0-Lauf der Union-Damen ließ die Halle toben und sorgte für die erste Führung die Mannschaft von Coach Markus Pohle, der vor allem im ersten Viertel oft sehr verzweifelt gewirkt hatte. Diese Verzweiflung machte nun Platz für Zuversicht und neue Kraft. Neue Kraft, die besonders von Kirsten Kröger verkörpert wurde. Zwar hatte die am Vortag frisch vermählte Centerin bereits in den ersten 20 Minuten neben Jana Meyer für die meisten Union-Punkte gesorgt, doch nach dem Wechsel war Kröger überhaupt nicht mehr zu bremsen. Sogar einen Dreier versenkte sie, was dem Rest der Truppe noch einmal einen Schub gab. Bis zur 31. Minute blieb die Partie weiter umkämpft, aufseiten der Gäste behielt vor allem die US-Amerikanerin Snodgrass die Übersicht und sorgte mit einigen Zählern dafür, dass der Vorsprung Opladens nicht zu groß wurde. Aber auch Snodgrass konnte nicht verhindern, dass sich Opladen in der nun kämpferisch hochklassigen Begegnung von 60:57 auf 68:57 absetzte und diese Führung bis zum Ende verteidigte. An der Freiwurflinie behielten Jana Meyer, Mayte Thimm, Kirsten Kröger und Leo Prudent die Nerven; in der Defense packten die Gastgeberinnen weiter beherzt zu; die Gäste, die überwiegend mit ihrer ersten Fünf auf dem Feld standen, konnten das Tempo und die Aggressivität Opladens irgendwann nicht mehr mit gehen. Damit wurde der erste wichtige Schritt Richtung Erstliga-Aufstieg getan, am Freitag folgt nun in Osnabrück die zweite Begegnung. Sollte es dort nicht zu seinem Sieg der Mannschaft von Markus Pohle reichen, steht am nächsten Sonntag das alles entscheidende Duell erneut in Opladen an. Auch wenn nun der Druck auf Osnabrück liegt, zeigt sich Union-Coach Pohle alles andere als entspannt. „Wir sind nun sehr gespannt, wie Osnabrück reagiert. Wie schwer es ist, mit diesem Druck umzugehen, haben wir heute in der ersten Hälfte bei uns gesehen, wo uns ja nur sehr wenig gelungen ist.“ Aber Pohle weiß auch um die Stärke seiner Truppe, und die kam dann für ihn prompt nach dem Wechsel zum Tragen. „Irgendwie glauben die Mädels dann dennoch an sich. Wir waren richtig unten. Dann rappeln sie sich wieder auf, drehen das Spiel und holen am Ende noch einen deutlichen Erfolg. Das ist schon beeindruckend“, meinte Pohle. Das sahen die Fans in der Heisenberg-Halle genauso und feierten die Mannschaft nach der Schluss-Sirene lautstark. Sie hatten nicht die Schiedsrichter als Matchwinner für Union Opladen gesehen. Im Gegensatz zu Herrn Schwarz. Union: Kröger (27), Meyer (18), Prudent (14), Nettersheim (10), Thimm (10), Idelberger (6), Stark (4), Skrobek (1), Block (1). |














