| Erklärung zur neugegründeten SG BBZ Opladen |
| Freitag, 15. Mai 2009 um 06:03 Uhr |
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Leverkusens Top-Adressen in Sachen Mädchen- und Damenbasketball, BBZ Leverkusen und SV Union Opladen, bündeln ab sofort ihre Kräfte. Erster Schritt ist die Bildung der Spielgemeinschaft mit Namen SG BBZ Opladen, unter deren Flagge sämtliche Damen- und Mädchenmannschaften beider Vereine fortan starten werden, darunter auch das soeben aufgestiegene Erstliga-Team der SV Union. „Mit diesem Projekt stellen wir die bisher schon erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit beider Vereine auf eine ganz neue Basis“, bekräftigen BBZ-Chefin Birgit Kunel und Union-Vorsitzender Manfred Merkens. Erklärtes Ziel sei es, den Mädchen- und Damenbasketball in Leverkusen langfristig zu sichern und leistungsorientiert auszubauen.
Das gemeinsame Portfolio der neuen SG BBZ Opladen kann sich aber schon jetzt sehen lassen: Bei den Damen ist man von Bundesliga bis Bezirksliga in allen Klassen vertreten. Damit haben engagierte Jugendspielerinnen bessere Chancen denn je, parallel oder nach Erreichen der Altersgrenze eine auf sie zugeschnittene Einsatzmöglichkeit in einem Damenteam zu finden. Die emotionale Barriere, für einen „anderen Verein“ zu spielen, entfällt ersatzlos, ebenso die aufwendigen und kostspieligen Doppellizenzierungen sowie die oft komplizierte Abstimmung zwischen Trainern und Vorständen verschiedener Vereine. Im Jugendbereich sind, wie bisher schon bei BBZ, alle Altersklassen besetzt. Dabei ist unter anderem geplant, in der neu geschaffenen U19-Klasse an den Start zu gehen, verstärkt durch eine oder mehrere junge Spielerinnen der Erstliga-Mannschaft. „Da können wir ganz vorne mitspielen“, prophezeiht Thomas Kraft, BBZ-Geschäftsführer und Trainer des bisherigen U18-Teams, das den Einzug in die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft in der abgelaufenen Saison nur knapp verpasst hatte. Ebenfalls neu am Start ist die U d17-Bundesliga, in der die SG ebenfalls vertreten ist, und zwar mit den Cologne 99ers als weiterem Kooperationspartner („Team Rheinland“). Gleichzeitig unternehmen beide Vereine erhebliche gemeinsame Anstrengungen, um schon den den jüngsten Nachwuchs an den Verein heranzuführen und zu fördern, etwa in Form mehrerer Schul-AGs für die unter 11-Jährigen. „Dies alles macht die SG BBZ Opladen auch zu einer hochattraktiven Adresse für besonders talentierte Mädchen aus der Region, deren Heimatvereine eine angemessene sportliche Förderung nicht mehr gewährleisten können“, verspricht BBZ-Vorsitzende Kunel. Auch das Aushängeschild der Damen, die Erstliga-Truppe von Coach Pohle, dürfte vom gemeinsamen Auftritt der zwei Erfolgsvereine erheblich profitieren. Die Intensivierung der Jugendarbeit und deren engere Verzahnung mit dem DBBL-Team unterstützt Pohles Konzept, vor allem vor allem auf junge Spielerinnen aus der Umgebung bauen zu können. Beim gerade erreichten Aufstieg waren mit Lara Idelberger, Jana Meyer, Leonie Prudent, Danina Skrobek und Kristina Stark immerhin fünf Spielerinnen unter 21 mit von der Partie (drei von ihnen könnten in der kommenden Saison Saison zusätzlich in der U19-Klasse antreten!). Demgegenüber war das Pohle-Team in der Play-Off-Runde die einzige Mannschaft, die ohne eine einzige bezahlte Ausländerin aufgelaufen ist. Obendrein versprechen sich die Verantwortlichen von der Signalwirkung des gemeinsamen Auftritts kraftvolle Impulse in puncto „Wir-Gefühl“. Markus Pohle setzt zum Beispiel auf die Identifikation der Jugendspielerinnen und deren Eltern mit „ihrer“ Bundesligamannschaft. Das Miteinander von Regionalliga-Damen (bislang BBZ), Oberliga-Team (Union) sowie Landes- und Bezirksligaformation (beide BBZ) birgt jede Menge Potenzial. Einen weiteren Schub könnten die gemeinsam zu bestückenden Beschlussgremien der SG bringen. „Schließlich und endlich dürfte eine Institution, die sowohl für Bundesliga-Basketball als auch für Leistungs- und Breitensport im Jugendbereich steht, auch für Sponsoren und Mäzene deutlich attraktiver sein als die beiden Vereine für sich alleine genommen“, meint Union-Vorsitzender Merkens - so gesehen klingt es gar nicht mal abwegig, wenn den beiden Vorständen „mittel- bis langfristig ein Leistungszentrum für den gesamten deutschen Mädchen- und Damenbasketball“ vorschwebt. |














